There is much greenwashing and deception in this world. The search for true solutions continues …

Das Plastikproblem zählt neben dem Klimawandel und dem Biodiversitätsverlust zu den größten Herausforderungen für die Menschheit. Eines der angestrebten Lösungsansätze ist biobasiertes, also aus nachwachsenden Rohstoffen hergestelltes, und in der Natur abbaubares Plastik – und das ist ein guter Ansatz. Doch herrscht zu den Begriffen und was sie genau bedeuten sollen viel Verwirrung. Nicht jedes Biopolymer ist auch biologisch abbaubar. Schon gar nicht in der freien Natur.

Seit Jahresbeginn 2024 hat sich mein Ökologiebüro – begleitet von drei Experten unterschiedlicher Fachrichtungen – mit einem angeblich abbaubaren „Biopolymer“ beschäftigt. Es wurde in unzähligen Abbauexperimenten einer Vielzahl von Lebensräumen im Meer, im Süßwasser und an Land ausgesetzt. Trotz der Versprechen der Zertifikate und technischer Datenblätter baut es sich in der Natur nicht in sinnvollen Zeiträumen von wenigen Monaten oder auch Jahren ab. Das Foto unten zeigt das Material nach 18 Monaten Exposition, ein Abbau ist kaum bemerkbar.

Das Material ist entlarvt, das Projekt ist beendet.

Unser Material war also ein Flop, wie aber ist es möglich, dass die gesamte Weltgemeinschaft, all die Experten, die milliardenschweren Konzerne, zu keinem besseren Ergebnis kommen? Das wird wohl Gründe haben, den sonst stünde uns ein solches Biopolymer längst zur Verfügung.

Die wesentlichen Problemkreise, die sich in der Studie herauskristallisiert haben:

  • Die Industrie verwendet weltweit mehr als 16.000 chemisch-synthetische Additive (Zusatzstoffe). Auch wenn der Grund-Ausgangstoff eines Polymers pflanzlich sein kann, verändern die Additive die Eigenschaften des Materials grundsätzlich.
  • Wenig Transparenz, lückenhafte Gesetzgebung, fehlende Kontrolle: Praktisch niemand überprüft den angeblichen Abbau direkt in der Natur. Wir haben es getan. Oft weiß keiner wirklich genau, was in manchen Produkten enthalten ist – außer der Hersteller selbst.
  • Was passiert mit den nicht abgebauten Resten? Bildet sich schwer abbaubares Mikroplastik? Leider ja: Bei den meisten sogenannten „Biopolymeren“ bildet sich Mikroplastik mit dramatischen Folgen für unsere Welt.
  • Es geht immer noch um wirtschaftliche Interessen von Konzernen, Staaten, Firmen … Der Aspekt der Wirtschaftlichkeit und der Interessen von wenigen dominiert den Markt mehr als ökologische Sorgen.
  • Und darum dominiert Greenwashing und unbewiesene Behauptungen dieses riesige Geschäft.
  • Gibt es eine Lösung? Ja! Lassen wir die Natur prüfen, ob ein Produkt das Prädikat „BIO“ wirklich verdient! Und dann setzten wir solche proofed by nature-Stoffe ein!

Und darum geht die Suche nach Verbesserungen auch nach dem (negativen) Abschluss des Projektes weiter. Das Motto muss lauten – weil es dazu keine Alternativen gibt –:

There is much greenwashing and deception in this world.
The search for true solutions continues …